Name und Lage

Der Distrikt Frisa liegt an der südlichen Küste der Hauptinsel Jadaria. Er grenzt im Norden an das Herzogtum Pormorya, im Nordostosten an das Herzogtum Tarwah. Die Küstenlinie verläuft hier in einem flachen Winkel von Nordostost nach Westen und bildet eine breite, offene Südküste.
Im Süden wird der Distrikt vollständig vom Ozean begrenzt. Entlang der Küste liegen die Städte Severus, Kerstak und Olsteim, die den maritimen Saum des Distrikts strukturieren.
Die Metropole Frisa ist aus dem Distrikt ausgegliedert, nimmt jedoch inzwischen etwa ein Fünftel der Distriktsfläche im Südwesten ein und überschreitet stellenweise bereits die formale Distriktgrenze. Südlich und westlich grenzt der Raum Frisa an die Ostmark, den Distrikt Mitte und das Muspellia Küstenmark.

Topographie und Struktur

Der Distrikt Frisa weist eine klare Zweiteilung auf.
Der nördliche Teil ist gebirgig geprägt und geht in das Hochland Richtung Pormorya und Tarwah über. Diese Zonen sind dünn besiedelt, infrastrukturell erschlossen, aber topographisch begrenzend.
Der südliche Teil öffnet sich zur Küste und besteht aus flachen bis leicht welligen Ebenen. Hier konzentrieren sich Landwirtschaft, kleinere Küstenstädte und die Verkehrsachsen, die zur Metropole Frisa führen.

Die Verkehrsinfrastruktur ist stark auf die Megastadt ausgerichtet:

  • Autobahn 1 verläuft zunächst küstennah, biegt im Distrikt Frisa nach Westen ab, führt direkt auf Frisa zu, durchquert die Metropole und setzt sich anschließend nach Südwesten in die Ostmark fort.
  • Autobahn 5 führt von Frisa in nordöstlicher Richtung in den Distrikt Mitte.
  • Die kleineren Städte des Distrikts sind überwiegend über Zubringer angebunden und nicht direkt in das Fernverkehrsnetz integriert.

Bevölkerung

Gesamtbevölkerung Distrikt Frisa: 5.060.689

  • Stadtbewohner: 340.846
  • Landbewohner: 4.719.843

Ausgegliederte Metropole:

  • Frisa: 17.448.924

Weitere Städte:

  • Olsteim (147.427) – größte Küstenstadt außerhalb der Metropole
  • Severus (133.397) – maritimer Versorgungsort
  • Kerstak (60.022) – kleinstädtisch geprägt

Der Distrikt selbst ist stark ländlich strukturiert. Die demographische und funktionale Dominanz liegt eindeutig bei der Metropole Frisa, nicht beim umgebenden Raum.

Wirtschaft

Der Distrikt Frisa ist kein eigenständiger Wirtschaftsraum, sondern ein Versorgungs- und Ergänzungsraum für die Metropole.

Prägend sind:

  • Landwirtschaft in den Küsten- und Ebenenzonen
  • Fischerei und küstennahe Verarbeitung
  • Logistik, Lagerflächen und infrastrukturelle Randfunktionen
  • begrenzte Dienstleistungen für das Umland

Die eigentliche wirtschaftliche Wertschöpfung findet in der Metropole Frisa statt. Der Distrikt stellt Fläche, Nahrung und Durchleitung bereit.

Kultur und Lebensstil

Der Distrikt Frisa ist kulturell unauffällig und funktional.
Das Leben ist stark lokal gebunden, landwirtschaftlich geprägt und von der Nähe zur Megastadt überschattet.

Die Metropole Frisa wirkt als permanenter Referenzpunkt: Arbeitsmarkt, Versorgung, Verwaltung und Medien strahlen in den Distrikt aus, ohne ihn vollständig zu integrieren. Der ländliche Raum bleibt eigenständig, aber abhängig.

Sicherheit und Kontrolle

Die Sicherheitsstruktur ist asymmetrisch.

  • Hohe Sicherheitsdichte an den Übergängen zur Metropole Frisa
  • A-Zonen beschränken sich auf Verkehrsknoten und metropolnahe Infrastruktur
  • B-Zonen dominieren in Küstenstädten und entlang der Autobahnen
  • C-Zonen prägen große Teile des nördlichen Gebirgsraums

Der Distrikt selbst gilt als stabil, wird aber sicherheitstechnisch klar von Frisa aus gesteuert.

Anmerkungen

Der Distrikt Frisa existiert im Schatten seiner eigenen Metropole.
Er ist weder Randgebiet noch Zentrum, sondern Trägerraum.

Während Frisa wächst, verdichtet und abstrahiert, bleibt der Distrikt konkret: Felder, Küste, Zufahrten, Höhenzüge. Er wird nicht überformt, sondern schrittweise beansprucht. 

Metropole Frisa

Die Metropole zählt über 17 Millionen Einwohner. Die Bevölkerung ist vielfältig zusammengesetzt, mit starken Anteilen aus dem irkanischen Norden und Westen sowie einer konstanten Binnenmigration aus peripheren Regionen. Helle Hauttypen und blonde Haarfarben sind häufig, ein Erbe asatrischer Stammlinien, doch das Bild ist keineswegs homogen.

Identität entsteht in Frisa weniger aus Herkunft als aus Alltag. Entscheidend sind Beweglichkeit, Anpassung, Netzwerke. Zugehörigkeit ist funktional.

Infrastruktur und Alltag

Die Grundversorgung ist flächendeckend gewährleistet. Wasser, Energie, Verkehr und Lebensmittel sind verfügbar, jedoch ungleich verteilt. Zentrale Zonen verfügen über Aufzüge, Klimaregulierung und schnelle Netzanbindungen. In den äußeren Bezirken ist Eigenorganisation Alltag.

Der öffentliche Verkehr funktioniert rund um die Uhr, ober- und unterirdisch, getragen von autonomen Zügen, regionalen Expresslinien und dichten Knotenpunkten. Wohnen erfolgt eng. Vier, sechs oder zehn Personen pro Einheit sind üblich. Sozialer Aufstieg ist räumlich lesbar: Wer es sich leisten kann, zieht nach oben.

Sicherheit

Frisa ist klar zoniert:

  • AAA: Regierungs- und Technologiezentren
  • AA–A: Versorgungs- und Wohnbereiche der Mittelschicht
  • B–C: Übergangsviertel und ältere Baustrukturen
  • D–E: informelle Märkte und Randlagen
  • Z: einzelne äußere Stadtbereiche ohne stabile Kontrolle, teils verlassen oder von lokalen Strukturen dominiert

Die Sicherheitsorgane operieren abgestuft. Naudiz ist sichtbar präsent, insbesondere an Umsteigepunkten, Tunneln und zentralen Kontrollachsen.

Wirtschaft

Frisa ist ein Knotenpunkt für Verwaltung, Logistik, Medien, Energie und städtische Infrastruktur. Produktion findet überwiegend in Satellitenzonen statt. Die Metropole koordiniert, verteilt und verarbeitet.
Parallel existiert ein ausgeprägter informeller Sektor. Reparaturdienste, digitale Netzwerke, Essensstationen und Nachtmärkte prägen den Alltag. Öffentliche Kantinen, private Lieferdienste und autonome Marktstrukturen überlagern sich im Stadtraum.

Kultur

Kultur in Frisa entsteht nicht auf Bühnen, sondern in Zwischenräumen. In Aufzügen, Treppenhäusern, unter Brücken. Kunst ist pragmatisch: politische Graffiti, handgemalte Wegweiser, Plakate in oberen Schichten, Gesang in Betonröhren. Die Musik ist laut, elektrisch, häufig aus den Subzonen kommend, mit Rhythmen, die an Arbeit, Wind und Bewegung erinnern.
Gleichzeitig trägt die Stadt eine kühle, nordische Nüchternheit in sich. Gemeinschaften bilden sich nicht über große Gesten, sondern über Verlässlichkeit. Man sitzt zusammen auf Dachkanten, in schmalen Höfen, an improvisierten Tischen zwischen Lüftungsschächten. Gespräche sind kurz, direkt, oft begleitet von Blicken auf Wetterfronten und Verkehrslinien.
Private Räume sind knapp. Das Persönliche verlagert sich nach außen: auf Dächer, in Hinterhöfe, an die Rückseiten von Kantinen oder in stillgelegte Infrastrukturbauten. Dort entstehen Gärten in Kisten, kleine Feuerstellen, Musik aus offenen Türen. Frisa ist laut und weit zugleich, eine Küstenstadt im Beton, sachlich im Ton, hart im Alltag, und genau darin eigenartig vertraut.