Name und Lage
Die Südküste West ist einer der flächenmäßig größten Distrikte Jadarias und erstreckt sich entlang der westlichen Küste der Hauptinsel. Der Distrikt besitzt eine große Nord-Süd-Ausdehnung und umfasst sowohl weite Ebenen als auch bergnahe Übergangszonen.
Im Norden grenzt die Südküste West an Ost-Borealis. Im Osten und Südosten schließt sich der Distrikt Südküste Ost an. Die östliche Begrenzung wird durch die Ausläufer der Jadarischen Alpen gebildet, während sich der Distrikt nach Westen vollständig zum Ozean öffnet.
Topographie und Struktur
Die Südküste West ist ein vielgestaltiger Übergangsdistrikt zwischen Ebenen, Hügelland und Gebirge. Der nördliche Distriktteil wird von weiten, flachen Ebenen geprägt, die sich gut für landwirtschaftliche Nutzung eignen und nur geringe Reliefunterschiede aufweisen.
Nach Süden und Südwesten steigt das Gelände allmählich an und geht in hügelige Landschaften über. Diese Zonen sind zunehmend von Wald- und Dschungelflächen durchzogen, die jedoch nicht als geschlossener Teppich auftreten, sondern mosaikartig verteilt sind. Offene Nutzflächen, bewaldete Höhenrücken und feuchte Senken wechseln sich kleinräumig ab.
Entlang der östlichen Distriktgrenze erheben sich die letzten Ausläufer der Jadarischen Alpen. Hier verdichtet sich das Relief deutlich, die Hänge werden steiler und das Gelände geht in ein zusammenhängendes Gebirgsmassiv über. In diesen Höhenlagen liegt mit Shkhwabrits eine befestigte Stadt, die den Übergang in die Hochlagen der Südküste Ost markiert.
Die Küstenlinie zeigt einen klaren Wandel: Im Norden ist sie überwiegend flach und sandig, mit breiten Uferzonen. Weiter südlich wird die Küste felsiger, stärker gegliedert und dichter bewachsen. Insgesamt verbindet die Südküste West offene Ebenen, bewaldete Übergangszonen und gebirgige Randlagen zu einem klar gegliederten, topographisch abwechslungsreichen Raum.
Klima
Die Südküste West liegt zwischen 20 und 24 Grad nördlicher Breite und besitzt ein warm-subtropisches, tropennahes Küstenklima. Der Ozean wirkt ganzjährig temperaturausgleichend und verhindert starke Extreme. Zusätzlich beeinflusst eine etwa 100 Kilometer westlich vorgelagerte Insel das regionale Wettergeschehen, indem sie einen Teil der vom offenen Meer kommenden Windsysteme und Wellen abschwächt. Dadurch sind schwere Sturmereignisse selten; Wetterumschwünge treten zwar regelmäßig auf, bleiben aber meist moderat.
Die Temperaturen sind über das Jahr hinweg hoch, jedoch stabil. Die Sommer sind warm bis heiß, ohne dauerhaft drückend zu werden, während die Winter mild bis warm ausfallen. Seewinde sorgen insbesondere in Küstennähe für zeitweise Abkühlung. Die Luftfeuchtigkeit ist dort ganzjährig erhöht, nimmt jedoch im Landesinneren etwas ab.
Die Niederschläge konzentrieren sich auf eine ausgeprägte Regenzeit, in der feuchte Luftmassen vom Meer auf das leicht ansteigende Hinterland treffen. Besonders die hügeligen und bergnahen Zonen im Osten erhalten deutlich mehr Regen, während die Ebenen vergleichsweise gut nutzbar bleiben. Morgendliche Nebel und feuchte Dunstlagen sind vor allem in Küstennähe und in Senken häufig.
Durch die Kombination aus Küstenlage, Ebenen, mosaikartig verteilten Wald- und Dschungelzonen sowie den östlichen Gebirgsausläufern entstehen kleinräumig unterschiedliche Mikroklimata. Insgesamt gilt das Klima der Südküste West als wachstumsfreundlich, agrarisch stabil und gut berechenbar – weniger angenehm als verlässlich.
Verkehrsinfrastruktur
Die Verkehrsinfrastruktur der Südküste West ist stark längsorientiert und auf Durchleitung ausgelegt.
- Autobahn 2 tritt aus Nordosten kommend in den Distrikt ein und verläuft küstennah, jedoch nicht unmittelbar entlang der Küste. Rund 50 km nach der Grenze passiert sie Amelot.
- Eschlar ist über Zubringer angebunden.
- Die Autobahn führt weiter durch Roiba etwa in der Mitte des Distrikts.
- Im unteren Viertel des Distrikts passiert sie Folmora, verläuft anschließend im äußersten Westen durch Sprake und knickt dort deutlich nach Südosten ab, um in den Distrikt Südküste Ost nach Menhir zu führen.
- Berga ist über einen Bogen per Zubringer angebunden.
- Etwa ein Drittel der Strecke zwischen Roiba und Amelot zweigt die Autobahn 15 als Brückenverbindung zur Insel Borealis ab.
Quer- und Binnenverbindungen sind vorhanden, bleiben jedoch sekundär.
Bevölkerung
Gesamtbevölkerung Südküste West: 5.500.294
- Stadtbewohner: 3.200.145
- Landbewohner: 2.300.150
Wichtige Städte und Orte:
- Amelot (845.388) – nördlicher Verkehrsknoten
- Roiba (842.106) – zentraler Durchgangs- und Versorgungsort
- Folmora (538.040) – südlicher urbaner Schwerpunkt
- Rafala (209.327) – Übergangsraum von Ebene zu Hügelland
- Sprake (120.489) – westlicher Küstenort an der Richtungsänderung der A2
- Shkhwabrits (117.720) – befestigte Stadt an den Alpenausläufern
- Eusing (117.720), Harles (136.216), Ausling (105.244) – regionale Zentren
- Eggen (56.898), Appex (55.498), Berga (55.497) – kleinere Orte
Die Bevölkerung verteilt sich relativ gleichmäßig entlang der Hauptverkehrsachse, mit Verdichtungen in Amelot, Roiba und Folmora.
Wirtschaft
Die Südküste West ist ein grundlagenorientierter Mischdistrikt. Die wirtschaftliche Struktur ist auf Versorgung, Weiterleitung und regionale Verarbeitung ausgelegt und bildet ein stabiles Fundament für andere Landesteile.
Entlang der Küste spielt die Fischerei eine zentrale Rolle und versorgt sowohl den Distrikt selbst als auch angrenzende Regionen. In den weiten Ebenen des Nordens dominiert die Viehzucht, ergänzt durch eine breit aufgestellte Getreideproduktion verschiedener Arten. Das Land gilt als fruchtbar und klimatisch stabil, mit hohem agrarischem Wert.
Im westlichen Gebirgsauslauf findet begrenzter, aber traditionsreicher Bergbau statt. Die Förderung bleibt räumlich konzentriert und ist in regionale Wertschöpfungsketten eingebunden. Rohstoffe werden überwiegend vor Ort grundlegend verarbeitet, bevor sie weiterverteilt werden.
Logistik- und Versorgungsfunktionen bündeln sich insbesondere in Amelot, Roiba und Harles, die als Knotenpunkte entlang der Autobahn 2 fungieren. Industrie ist vorhanden, jedoch überwiegend funktional und nicht hoch spezialisiert.
Kultur und Lebensstil
Der Lebensstil in der Südküste West ist pragmatisch und regional differenziert.
Küstennahe Orte orientieren sich an Verkehr und Versorgung, während das Binnenland stärker land- und rohstoffgebunden bleibt.
Gemeinschaften sind robust, wenig symbolisch und an Arbeitszyklen angepasst. Der Distrikt gilt als verlässlich, aber wenig profilbildend.
Sicherheit und Kontrolle
Die Sicherheitsstruktur ist gestaffelt.
- erhöhte Naudiz-Präsenz entlang der Autobahn 2 und an der Brücke der A15
- A-Zonen an Verkehrsknoten, Bergbau- und Festungsanlagen
- B-Zonen in Städten und größeren Orten
- C-Zonen in ländlichen bewaldeten Bereichen
- D-Zonen in Dschungel Bereichen
Der Distrikt ist stabil, mit vereinzelten Schmuggelpfaden an der Westküste.
Naudiz kontrolliert Tunnelzugänge nach Borealis und die westlichen Höhenzüge.
Militär ist vor allem in Shkhwabrits stationiert.
Anmerkungen
Die Südküste West ist kein Zentrum, sondern ein Tragraum.
Sie verbindet Insel, Küste und Hochland, ohne selbst im Vordergrund zu stehen.
Hier wird produziert, versorgt und weitergeleitet. Der Distrikt ist groß genug, um Bedeutung zu tragen, und unauffällig genug, um sie selten einzufordern. In der Ordnung Jadarias ist die Südküste West kein Akzent sondern Fläche.