Name und Lage
Das Herzogtum Pormorya schließt nordöstlich an das Muspellia Küstenmark an und markiert einen markanten Übergang im Küstenverlauf Jadarias. An der Grenze knickt die Küste deutlich nach Nordwesten ab und beschreibt einen weiten Bogen, der den maritimen Charakter des Herzogtums prägt.
Die Ostgrenze Pormoryas greift tief in die Jadarischen Alpen hinein und bildet ein unregelmäßiges Dreieck aus Hochgebirge. Der Distrikt endet dabei nicht an der Kammlinie, sondern erstreckt sich über die höchsten Lagen hinweg bis in bereits wieder abfallendes Gelände auf der Ostseite.
Lage und Topographie
Das Herzogtum Pormorya liegt bei 27° nördlicher Breite im westlichen Teil Jadarias und bildet eine markante Einbuchtung in den Asurik. An dieser Stelle verengt sich die Insel deutlich. Der Distrikt gehört zu den topographisch extremsten Räumen der Region.
Die östlichen rund drei Viertel des Herzogtums sind stark reliefiert. Etwa die Hälfte der Fläche besteht aus Hochgebirge, der restliche Teil aus steilem Hügelland und Vorgebirgszonen. Drei der vier höchsten Gipfel Jadarias liegen im oder unmittelbar am Rand des Distrikts: der Dorhammer (4035 m) im Süden als höchster Punkt des Landes, der Frostgipfel (3795 m) im Nordosten sowie die Irkwacht nahe der östlichen Distriktgrenze.
Das Gebirge steigt weniger abrupt an als in Nurmengard, bleibt jedoch durchgehend anspruchsvoll. Zwischen Hochgebirge und Meer verläuft ein schmaler, zusammenhängender Küsten- und Talraum, der Siedlung, Verkehr und wirtschaftliche Nutzung bündelt. Die südlichen Täler und Küstenstreifen sind vergleichsweise dicht besiedelt, während die Höhenlagen roh, schwer zugänglich und mineralreich bleiben.
Die Küste ist stark gegliedert und schwer zugänglich. Felsbuchten, Steilklippen und alte Hafenbefestigungen prägen das Bild; nutzbare Küstenabschnitte sind punktuell und funktional begrenzt.
Klima und Vegetation
Das Klima Pormoryas wird direkt durch die starke Reliefierung bestimmt. In den westlichen Küsten- und Tallagen herrscht ein mildes, ozeanisch geprägtes Klima mit moderaten Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit. Diese Zonen profitieren von ausgleichenden Meereswinden und stellen die klimatisch günstigsten Siedlungsräume dar.
Mit zunehmender Höhe wird das Klima kühler und feuchter. Die Gebirgslagen führen zu Staueffekten, wodurch häufige Niederschläge auftreten. Nebelbänke sind insbesondere in den Übergangszonen zwischen Gebirge und Meer verbreitet und prägen weite Teile des Jahres.
In den Hochlagen herrschen kurze Sommer und lange, kühle bis kalte Phasen. Schnee ist in höheren Regionen über längere Zeiträume präsent, die Gipfelbereiche weisen alpine Bedingungen auf.
Die Vegetation folgt diesem Höhengefälle deutlich. In den Tallagen dominieren Eichen- und Buchenmischwälder, die in mittleren Höhen in Föhren- und Lärchenzonen übergehen. Oberhalb der Baumgrenze prägen karge Hochregionen, Geröllflächen sowie Moos- und Gletscherrandflora das Landschaftsbild.
Insgesamt ist Pormorya klimatisch wie topographisch ein hochgradig differenzierter Raum, in dem nutzbare Tieflagen, extreme Hochgebirge und schmale Verbindungsräume eng nebeneinanderliegen.
Verkehrsanbindung
Die Verkehrsinfrastruktur folgt strikt der Topographie:
- Autobahn 2 knickt mit dem Küstenverlauf nach Nordwesten ab
- verläuft südlich an Inoren vorbei
- führt landeinwärts an Sling
- erreicht Pormorya selbst küstennah
- folgt anschließend der Küste weiter nach Nordosten
Abseits dieser Achse ist das Straßennetz dünn, technisch anspruchsvoll und stark witterungsabhängig. Zahlreiche kleinere Zufahrten und Bergstraßen erschließen die Minen und Höhenorte.
Bevölkerung
Gesamtbevölkerung Herzogtum Pormorya: 4.668.276
- Stadtbewohner: 1.887.891
- Landbewohner: 2.780.385
Wichtige Städte und Orte:
- Pormorya (1.125.455) – Hauptstadt, Hafen- und Verwaltungsstadt
- Inoren (690.031) – südlicher Küstenpol, industriell geprägt
- Sling (72.405) – kleiner Binnenort, logistischer Stützpunkt
Die Bevölkerung ist ungleich verteilt: dichte urbane Kerne an der Küste stehen weiten, dünn besiedelten Bergregionen gegenüber.
Sprache: Irkisch, formalisiert, in der Stadt Pormorya leicht dialektgefärbt.
Religionen: Asatru vorherrschend, besonders in den ländlichen Regionen, mit kultisch geprägten Festen in den Hochlagen.
Wirtschaft
Pormorya ist ein nahezu monostruktureller Bergbaudistrikt. Die wirtschaftliche Aktivität wird überwiegend durch Erz- und Mineralbergbau bestimmt, der sich auf Hoch- und Vorgebirgszonen konzentriert. In den Bergen befinden sich aktive Minen mit bedeutenden Vorkommen an Eisen, Zinn, Titanit und Uran. Der Abbau erfolgt in großflächigen Komplexen mit eigenständiger Infrastruktur, häufig räumlich isoliert, aber funktional eng angebunden.
Die Weiterverarbeitung bleibt bewusst begrenzt und findet überwiegend rohstoffnah statt. Wertschöpfung entsteht primär durch Förderung, nicht durch tiefe industrielle Veredelung. Landwirtschaft spielt aufgrund der Topographie und klimatischen Bedingungen nur eine untergeordnete Rolle.
Der Maschinenbau, die Bergtechnik sowie bergbaunahe Dienstleistungen ergänzen den Sektor. Der Hochseehandel dient vor allem der Ausfuhr der Rohstoffe über die Küstenhäfen. Trotz teils unwegsamen Geländes sind die Küstenstädte untereinander sowie mit dem Hinterland durch Straßen- und Bahnnetze verbunden, die gezielt auf Durchleitung und Export ausgelegt sind.
Inoren, nahe der Südgrenze gelegen, fungiert als wichtiger Knotenpunkt für Binnenhandel und Energieverteilung und verbindet die Abbaugebiete mit den maritimen Ausfuhrwegen. Pormorya selbst übernimmt eine Doppelrolle als Verwaltungszentrum und Hafenstadt und dient zugleich als kulturelles Aushängeschild des Herzogtums.
Insgesamt ist Pormorya rohstoffreich, aber strukturell abhängig von Transportkapazitäten und externen Abnehmern. Die wirtschaftliche Stabilität des Distrikts beruht weniger auf Diversifizierung als auf der verlässlichen Erschließung und Ausfuhr seiner mineralischen Ressourcen.
Kultur und Lebensstil
Der Lebensstil in Pormorya ist arbeitszentriert und körperlich geprägt.
Bergbau, Logistik und Küstenarbeit strukturieren den Alltag.
Die Gebirgsräume gelten als hart, isoliert und funktional. Gemeinschaft entsteht aus Abhängigkeit und Risiko, nicht aus Symbolik. Küstenstädte wirken im Vergleich offener, bleiben aber durch die wirtschaftliche Dominanz des Bergbaus geprägt.
Sicherheit und Kontrolle
Die Sicherheitsarchitektur ist punktuell hoch, flächig gering.
- Naudiz ist stark präsent in Abbauzonen, Häfen und entlang der Autobahn 2
- A-Zonen konzentrieren sich auf Bergbauanlagen und Hafenbereiche
- B-Zonen prägen Städte und Verkehrskorridore
- C-Zonen dominieren große Teile der Hochlagen
Die Region ist sicher, aber sensibel.
In den Gebirgsdörfern gibt es weiterhin vereinzelte Spannungen zwischen monarchietreuen Nostalgikern, republikanischen Funktionären und traditionellen Klanführern.
Militärische Präsenz ist gering, wird aber über strategische Stützpunkte in den Hochlagen abgesichert.
Die Erzförderung und Energieversorgung machen Pormorya zu einem Schutzobjekt der Republik – daher existiert verdeckte Naudiz-Präsenz.
Besondere Orte
Dorhammer, höchster Punkt Irkaniens, ist zugleich heiliger Ort und Wallfahrtsziel.
Fristgipfel und Irkwacht bieten wundervolle Aussichten und gelten als Wind- und Wettermonumente.
Inoren besitzt eine der größten nicht-militärischen Stromverteilanlagen der Republik.
Politische Bedeutung
Pormorya ist ein Symbol für Wiederherstellung – der Distrikt wurde mehrfach verloren und zurückgewonnen.
Seit dem erneuten Einmarsch 1990 unter dem Vorwand innerer Unruhen ist die Region wieder Teil der Republik.
Politisch loyal, aber regionalbewusst – mit starkem Eigenanspruch und starker Erinnerung an historische Würde.
Anmerkungen
Pormorya ist kein Grenzraum im politischen Sinn, sondern im geographischen.
Hier stößt Küste auf Hochgebirge, Förderung auf Transport, Dichte auf Leere.
Der Reichtum des Herzogtums liegt unter der Erde, nicht auf ihr. Was hier entsteht, verlässt den Raum schnell – per Schiff oder Straße. Zurück bleiben Arbeit, Infrastruktur und ein Gelände, das sich weder zähmen noch ignorieren lässt.