Ein Blok ist die kleinste städtische Einheit, in der Wohnen als sozialer Alltag organisiert ist. Er besteht in der Regel aus mehreren mittelhohen Wohnhäusern, die um einen gemeinsamen Innenraum gruppiert sind. Dieser Innenraum ist kein dekoratives Element, sondern funktional gedacht: Spielplatz, Sitzflächen, Wege, manchmal ein kleiner Garten. Häufig ist ein Kindergarten oder eine Vorschule direkt angeschlossen. Ergänzt wird der Blok durch kleinteilige Nahversorgung, etwa einen Tante-Emma-Laden, eine Bäckerei oder einen Kiosk. Die Wege sind kurz, die Nutzung wiederholt sich täglich, und die soziale Wahrnehmung bleibt überschaubar. In einem Blok leben meist zwischen achtzig und zweihundert Parteien. Bei einer durchschnittlichen Haushaltsgröße von etwas über zwei Personen ergibt sich eine Bevölkerungszahl von etwa einhundertachtzig bis fünfhundert Menschen. Der Blok ist groß genug, um Anonymität zuzulassen, aber klein genug, um soziale Reibung zu erzeugen. Man kennt Gesichter, Stimmen, Gewohnheiten. Konflikte sind persönlich, Bindungen informell. Für den Staat ist der Blok keine Verwaltungseinheit, sondern ein sozialer Trägerraum.

Der Grootblok stellt einen qualitativen Sprung dar. Er ist kein erweiterter Blok, sondern eine andere Logik. Im Kern steht ein Einkaufs- oder Dienstleistungszentrum, das nicht nur Versorgung, sondern auch Verkehr und Aufenthalt bündelt. Darüber und darum gruppieren sich mehrere Hochhäuser mit Wohnnutzung, häufig ergänzt durch Büros oder Serviceeinrichtungen. Der Grootblok ist vertikal organisiert und funktional durchmischt. Wege sind länger, Übergänge klarer geregelt, Sicherheitsstufen meist höher. Ein einzelner Grootblok umfasst typischerweise mehrere tausend Wohnparteien, verteilt auf sechs bis zehn Türme. Insgesamt leben hier etwa zweieinhalb- bis siebentausend Menschen. Soziale Wahrnehmung verschiebt sich von Personen zu Strukturen. Man kennt Aufgänge, Turmnummern, Ladenflächen, aber kaum Nachnamen. Der Grootblok funktioniert als urbane Maschine. Er erzeugt Durchsatz, Effizienz und Kontrolle, nicht Gemeinschaft. Für Irkanien ist er ein bevorzugtes Instrument zur Verdichtung und Steuerung.

Die Staddzelle ist die nächsthöhere Ebene und markiert den Übergang von Baukörpern zu Stadtstruktur. Sie setzt sich aus mehreren Bloks und mehreren Grootbloks zusammen und bildet eine funktional geschlossene Einheit. Innerhalb einer Staddzelle befinden sich Schulen, Sportanlagen, medizinische Grundversorgung, größere Märkte oder Malls sowie mindestens ein bedeutender Verkehrsknoten. Die Staddzelle ist groß genug, um unterschiedliche Lebensrhythmen zu tragen, und klein genug, um noch als zusammenhängender Raum begriffen zu werden. In ihr leben in der Regel vierzehn- bis achtzehntausend Menschen, verteilt auf mehrere tausend Wohnparteien. Ab dieser Ebene wird Verwaltung statistisch. Sicherheit wird zonal organisiert, Präsenz von Ordnungskräften ist dauerhaft, nicht situativ. Die Staddzelle ist die kleinste Einheit, die für den Staat wirklich planbar ist. Stabilität, Unruhe oder Transformation lassen sich hier messen, verschieben und steuern.


Übersicht

Ebene Wohnparteien Einwohner Funktionaler Charakter
Blok 80–200 180–500 Sozialer Alltag
Grootblok 1.200–3.000 2.500–7.000 Vertikale Infrastruktur
Staddzelle 6.500–8.000 14.000–18.000 Steuerbares Stadtmodul